Zum 17. Mal infolge wurde heute von Bündnis 90/Die Grünen in Eberswalde der Barnimer Umweltpreis verliehen. Ehrenurkunden und Preisgelder für besonderes ehrenamtliches Engagement im Umwelt- und Naturschutz überreichten Andreas Fennert, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsbaugesellschaft als Hauptstifter des Preises, sowie Karl-Dietrich Laffin, Sprecher des Regionalverbands Oberbarnim von Bündnis 90/Die Grünen.
Den 1. Preis, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 300 Euro, erhielt in diesem Jahr die Initiativgruppe „Gemeinschaftsgarten“ aus Eberswalde. Mit großem ehrenamtlichen Engagement schafften es die 4 Mitglieder der Initiativgruppe, die in einer Masterarbeit entwickelte Idee eines Gemeinschaftsgartens im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde in die Tat umzusetzen. Auf dem Weg dorthin waren einige bürokratische Hürden zu überwinden und Rückschläge zu verkraften. Inzwischen gärtnern auf der ehemaligen Brachfläche Familien, Senioren, Kinder und Studenten gemeinsam. Sie bauen eigenes, gesundes Gemüse an und erleben soziales Miteinander.
Der 2. Preis, verbunden mit 200 Euro Preisgeld, ging an das ehrenamtliche Organisationsteam des „Tags der Sortenvielfalt“. Die drei Aktivisten aus Eberswalde haben sich den Erhalt und die Verbreitung alter Kulturpflanzensorten auf die Fahnen geschrieben. Zu diesem Zweck organisierten sie inzwischen bereits drei Mal einen „Tag der Sortenvielfalt“ und lockten damit viele Besucher in den Forstbotanischen Garten. Mit allen Sinnen konnten diese dort alte Obstsorten erleben und Duftöle aus historischen Rosensorten kennenlernen. Viele Angebote zum Selbermachen führten Kinder an die Schätze der Natur heran.
Den 3. Preis und 100 Euro Preisgeld erhielt die Regionalgruppe Oberbarnim-Oderland des Verbands Die Naturfreunde. Die Gruppe um den Vorsitzenden Bernd Müller wirkt seit 10 Jahren in der Region. Mit jährlich rund 90 Veranstaltungen wird den zahlreichen Teilnehmern die Natur näher gebracht. Der Verein organisiert z.B. geführte Wanderungen und Filmabende, führt Projekte mit Kindergärten und Unterricht an Schulen durch und kümmert sich um die Wanderwegemarkierung.
Mit einer Anerkennung geehrt wurden das Projekt „Umwelt baut Brücken – Junge Europäer im Dialog“ des Paulus-Praetorius-Gymnasiums Bernau, die Bürgerinitiative „Schweizer Viertel“ aus Panketal und der Verein „Wukanichen“ e.V. aus Biesenthal.
Die Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 aus Bernau recherchierten in einem dreijährigen, außerschulischen und länderverbindenden Projekt zu aktuellen Umwelt- und Naturschutzprojekten in ihrer und der Partnerregion in einem südosteuropäischem Land. Dazu fanden gegenseitige Besuchswochen statt, in denen die Schüler praktischen Umweltschutz und die jeweiligen umweltpolitischen Bedingungen hautnah erlebten.
Die Aktivisten der BI „Schweizer Viertel“ engagierten sich seit 2009 für einen umweltgerechten und kostengünstigen Ausbau der Anliegerstraßen in ihrem Wohnviertel. In konstruktiver Zusammenarbeit mit der Verwaltung und unter hoher Bürgerbeteiligung konnte eine Überarbeitung der ursprünglichen Planung erreicht werden. Dies bedeutete eine erhebliche Reduzierung des Versiegelungsgrades, eine Verbesserung des Wasserhaushaltes durch erhöhte Versickerung und den Erhalt von Bäumen und Grünflächen.
Die Frauen im Verein „Wukaninchen“ aus Biesenthal arbeiten seit 2010 an der Gründung eines reformpädagogischen Naturkindergartens. Derzeit erfolgt in überwiegend ehrenamtlicher Arbeit die ökologische Sanierung des zukünftigen Kitagebäudes. 2013 soll die Naturkita eröffnen.
Karl-Dietrich Laffin
Sprecher des Regionalverbandes Oberbarnim
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