Mit guter Laune starteten die Barnimer Bündnisgrünen offiziell in den Bundestagswahlkampf 2021. Gemeinsam mit den bündnisgrünen Kreisverbänden Märkisch Oderland und Uckermark organisierten die Barnimer einen unterhaltsamen Abend für ihre Mitglieder und Interessierte. Ihre Kick-Off-Veranstaltung fand aus aktuellem Anlass hybrid statt. Während Carla Kniestedt (MdL) in Präsenz durch den Abend führte und dem Direktkandidaten Michael Kellner (UM/BAR I) und dem designierten Direktkandidaten Kim Stattaus (MOL/BAR II) „auf den Zahn“ fühlte, nahmen die Mitglieder mittels Zoom-Meeting daran teil. Gleichzeitig wurde die Auftaktveranstaltung von der in Eberswalde ansässigen Firma Kingsize Events per Facebook gestreamt. Das Café der Boulderhalle im Rofinpark mutierte dabei zur Kulisse eines Fernsehstudios.
Vor der Veranstaltung testete Carla Kniestedt (MdL) Kim Stattaus höchstpersönlich auf Corona. Auch alle Anderen vor der Kamera waren getestet. Schon zum Start waren sich die Kandidaten einig, dass dieser Wahlkampf, inmitten der Pandemie, ein anderer werden wird.
Kreissprecherin Sarah Polzer-Storek musste aus Vorsicht davon Abstand nehmen, persönlich einige Worte vor der Kamera zu sprechen. Sie hatte 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn erfahren, dass sich einer ihrer Söhne in Quarantäne begeben musste. Kurzerhand improvisierte Carla Kniestedt, die als ehemalige Moderatorin generell entspannt durch den Abend führte. „Wir brauchen im Bundestag und in der Regierung Politikerinnen und Politiker, die die größte Demut und Unerschrockenheit empfinden vor der Menschheitsaufgabe, die sie sofort angehen müssen: Die Klimakrise!“ las sie stattdessen die Rede der Kreissprecherin vor.
Das Thema Demut zog sich dann auch durch die Diskussion. Michael Kellner betonte den wahnsinnigen Vertrauensvorschuss, den die Grünen gerade bekommen und die riesigen Aufgaben, vor denen sie stünden. Da habe auch er Demut. Auch Kim Stattaus hat unglaublichen Respekt vor der Aufgabe, betonte aber auch die Freude daran. „Ich freue mich so richtig darauf, auf die Menschen zuzugehen, ins weite Land, einfach die Leute zu fragen, was sie für Sorgen und Probleme haben und sich auf die Themen zu konzentrieren, die hier vor Ort zählen. Ich freue mich auch besonders darauf, in die AfD-Hochburgen zu gehen und dorthin grünen Wind zu bringen!“ so Stattaus unerschrocken.
Michael Kellner, seit 8 Jahren Geschäftsführer auf Bundesebene und somit der am längsten amtierende Geschäftsführer aller demokratischen Parteien, hat sich einem großen Thema angenommen – den geplanten Oder-Ausbau zu stoppen. Besonders freue ihn, wie viele Bündnisgrüne im Landtag oder auch Umweltminister Axel Vogel auf den unterschiedlichsten Ebenen daran mitarbeiten. Umso wichtiger sei es, dass die Grünen nun auch auf Bundesebene mehr Gewicht bekämen, um diese Bemühungen von dort zu flankieren.
Einig waren sich beide Kandidaten bei der Frage nach der Schuldenbremse. Sie betonten, dass jetzt Investitionen gebraucht werden. „Wir müssen massiv in die erneuerbaren Energien investieren. Veränderung ist machbar, das habe ich bei meinem Besuch im PCK Schwedt gesehen, die dort auf grünen Wasserstoff setzen. Teile der Wirtschaft haben das verstanden, das gibt mir total viel Hoffnung“, so Michael Kellner.
Katrin Göring-Eckhard (Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag), Sergey Lagodinsky ( MdEP), Alexandra Pichel (Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen) und viele mehr schickten digitale Grußworte zur Veranstaltung.
Zum Lachen gab es zwischendurch auch etwas: Tina Prager, Kreissprecherin in der Uckermark, erläuterte anhand von Erklärvideos, wie man Wahlkampf macht oder besser auch nicht. Ein Ständchen der Landmusik-Combo rundete den Abend ab. Mit dem passenden Titel „Flatten the Curve“, performt von Sebastian Gellert (Beisitzer im Kreisvorstand) und seiner Band, endete der offizielle Teil der Veranstaltung.
Sarah Polzer-Storek
Sprecherin des Kreisverbandes Barnim
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