Vor einigen Tagen veröffentlichte die Grüne Jugend Brandenburg ein Positionspapier mit dem Titel „Zur aktuellen Situation – Lernen unter Corona“ in dem sie 5 Schritte nennt, die nach ihrem Ermessen sofort angegangen werden sollten, um die Chancenungleichheit im Bildungssystem, die durch die Coronasituation weiter verschärft wird, abzumildern und den Gesundheitsschutz für Lehrer und Schüler zu gewährleisten.
Der Lockdown wird sinnvollerweise weiterhin verlängert und die Schulen bleiben voraussichtlich erst einmal geschlossen. Diese Situation ist besonders herausfordernd für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte.
In ihrem Papier fordert die grüne Jugend daher weitreichende Nachbesserungen, um eine gerechtere Handhabung des Unterrichts unter diesen Bedingungen zu gewährleisten. Konkret listete sie zu ergreifende Maßnahmen auf wie die Beschaffung und Installation von Luftfilteranlagen, die bisher nur unzureichend gelungen ist. Des Weiteren solle in Betracht gezogen werden, die Klassen nicht nur in kleinere Lerngruppen zu teilen, sondern auch die Nutzungsmöglichkeiten von alternativen Lernorten zu überprüfen, sowie temporär externes Personal hinzuzuziehen. Ebenfalls verweist das Papier auf das Angebot kostenloser Tests.
Besonderen Bedarf nimmt die Grüne Jugend im Bereich einer langfristigen Planung wahr. Es müsse für den Beteiligten klar ersichtlich sein, ab welchem Inzidenzwert welche Maßnahme greift und nicht von Woche zur Woche entschieden werden.
Der Lockdwon verschärft nicht nur die soziale Ungleichheit in der Gesellschaft, sondern auch im besonderen Maße in der Schule, die nun nicht mehr ausgleichend wirken kann. Daher solle ein kostenloses Online-Nachhilfeangebot aufgebaut werden, sowie überhaupt die Online-Angebote ausgebaut werden. Dabei rächt sich allerdings auch der nur sehr schleppend vorankommende Breitbandausbau.
Insgesamt zeigt das Positionspapier der Grünen Jugend, dass es genügend Handlungsoptionen und Ideen gegeben hat und nachwievor gibt, um die Lernsituation der Schülerinnen und Schüler in dieser sehr besonderen Situation zu verbessern.
„Die Grüne Jugend kritisiert ganz zurecht, dass viele Handlungsschritte für eine gerechtere Handhabung des Distanzunterrichtes schlichtweg verschlafen wurden,“ erklärt die Sprecherin des Kreisverbands Barnim von Grüne/B90, Sarah Polzer-Storek. „Wir Grüne im Barnim unterstützen daher die Analyse und die Forderungen der grünen Jugend in vollem Maße. Wir alle wissen nicht, wie lange sich die Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen noch hinziehen werden. Alle Betroffenen brauchen dringend eine langfristige Planung und gute Konzepte für die kommenden Monate.“
Der Landkreis Barnim sollte daher prüfen, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen auf Kreisebene umgesetzt werden können, um zu einer Verbesserung der Situation der Schülerinnen und Schüler im Barnim beizutragen.
Das Positionspapier ist zu finden unter:
Sarah Poltzer-Storek
Sprecherin KV Barnim
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